Akkordeon

Welche akuten Risiken hat der Konsum von Alkohol?

Akute Risiken des Alkoholkonsums ergeben sich vor allem aus der Beeinträchtigung der Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit, der Wahrnehmung und der Urteilskraft. Dies kann bereits bei geringen Alkoholmengen der Fall sein. Hieraus ergibt sich eine erhöhte Unfallgefahr, die insbesondere im Straßenverkehr meist schwerwiegende Folgen haben kann. Darüber hinaus kommt es infolge erhöhten Alkoholkonsums häufig zu Aggression und Gewalt. Neben diesen akuten Risiken, steigert vor allem regelmäßig erhöhter Alkoholkonsum das Risiko zahlreicher schwerwiegender Folgeschäden.

Alkohol und Medikamente beeinflussen einander in unberechenbarer, manchmal gefährlicher Weise. So kann z.B. die Wirksamkeit eines Medikaments aufgehoben oder die Wirkung des Alkohols um ein Vielfaches verstärkt werden. Besonders gefährlich ist die Kombination von Alkohol und psychisch wirksamen Medikamenten, vor allem Beruhigungsmitteln. Diese sind in ihrer Wirkungsweise dem Alkohol sehr ähnlich, weshalb Alkoholkranke besonders schnell von ihnen abhängig werden können.

 

Quellen:
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. Basisinformationen Alkohol, http://www.dhs.de/informationsmaterial/broschueren-und-faltblaetter.html

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. Die Sucht und Ihre Stoffe – Alkohol, http://www.dhs.de/informationsmaterial/broschueren-und-faltblaetter.html

Was ist der Unterschied zwischen Alkoholmissbrauch und Alkoholabhängigkeit?

Gefährdet ist, wer regelmäßig Alkohol trinkt, um alltägliche Anspannungen und Konflikte besser zu „bewältigen“. Alkoholmissbrauch ist jeder Alkoholkonsum, der zu körperlichen, seelischen und/oder sozialen Schäden führt. Die Schwelle zur Alkoholabhängigkeit ist erreicht, wenn jemand Alkohol braucht, um sich einigermaßen wohl zu fühlen.

Für die Diagnose Alkoholabhängigkeit müssen nach dem Klassifikationssystem ICD-10 mindestens 3 der folgenden Kriterien vorliegen (– innerhalb der letzten 12 Monate):

  • Unbezwingbares Verlangen, Alkohol zu trinken
  • Verminderte Kontrollfähigkeit
  • Entzugssymptome
  • Toleranzentwicklung
  • Einengung auf den Substanzgebrauch
  • Konsum trotz schädlicher Folgen

 

Quelle:
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. Basisinformationen Alkohol, http://www.dhs.de/informationsmaterial/broschueren-und-faltblaetter.html

Was passiert bei wie viel Promille Alkohol?

Ab ca. 0,2 Promille verändern sich subjektives Erleben und persönliches Verhalten. Man fühlt sich zwangloser und freier. Der Widerstand gegen weiteren Alkoholkonsum sinkt. Sehfähigkeit, Konzentrationsvermögen und Bewegungskoordination lassen nach.

Bei ca. ein Promille Blutalkoholkonzentration beginnt das Rauschstadium mit läppisch-heiterer oder depressiver Stimmung. Es kommt zu Gleichgewichts- und Sprachstörungen (Torkeln, Lallen).

Bei ca. zwei Promille wird das Betäubungsstadium erreicht. Störungen des Gedächtnisses und der Orientierung treten auf.

Bei über drei Promille Blutalkoholgehalt beginnt die schwere, akute Alkoholvergiftung, die im schlimmsten Fall zum Tod durch Atemstillstand führen kann.

  
Quelle:
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. Basisinformationen Alkohol, http://www.dhs.de/informationsmaterial/broschueren-und-faltblaetter.html

Welche verschiedenen Selbsthilfe-Angebote gibt es?

Die Selbsthilfe ist offen für alle Menschen, die dieses Hilfeangebot in Anspruch nehmen möchten - für Menschen, die selbst unter einem Suchtproblem leiden wie Angehörige, für Frauen und Männer, für Menschen jeden Alters. Für Menschen mit Migrationshintergrund sind vereinzelt spezifische, teilweise muttersprachliche Gruppen entstanden.

Der Schwerpunkt der Angebote mag zwar noch im Alkoholbereich liegen, es gibt aber inzwischen auch Angebote für den Bereich der illegalen Drogen, Medikamentenabhängigkeit, Glücksspielsucht und Computerspiel-/Internetsucht.

Aufgrund der Vielfalt der Angebote lohnt es sich, sich vor Ort genau zu informieren, welche  Angebote es jeweils gibt, um das für sich am besten geeignete Angebot zu finden bzw. auch Verschiedenes  einfach für sich auszuprobieren. Informationen dazu, wie Sie eine Gruppe in Ihrer Nähe finden, erhalten Sie weiter unten auf dieser Seite unter der Frage „Wie finde ich eine Selbsthilfegruppe in meiner Nähe?“

Die Suchthilfeeinrichtungen der Caritas arbeiten eng mit den Selbsthilfegruppen des Kreuzbundes (Fachverband im Deutschen Caritasverband) und der Bundesweiten Koordinationsstelle der Caritas - Selbsthilfe  junger Abhängiger zusammen.

Im Folgenden finden Sie nähere Informationen über die Angebote des Kreuzbundes sowie der Koordinationsstelle der Caritas – Selbsthilfe junger Abhängiger.


Kreuzbund
Der Kreuzbund bietet Suchtkranken und Angehörigen Hilfe. In den rund 1.500 Selbsthilfegruppen des Kreuzbundes treffen sich wöchentlich ca. 28.000 Menschen. Jeder Mensch, der suchtgefährdet oder abhängig ist oder den die Sucht seines Partners oder eines Familienmitglieds belastet, ist beim Kreuzbund herzlich willkommen.

Auf der Internetseite des Kreuzbundes (http://www.kreuzbund.de/) finden Sie umfassende Informationen über den Kreuzbund und seine Angebote - in deutscher, englischer, russischer und polnischer Sprache.
Englisch
http://www.kreuzbund.de/en/kreuzbund-homepage.html
Russisch
http://www.kreuzbund.de/ru/kreuzbund-glavnaja.html
Polnisch
http://www.kreuzbund.de/pl/kreuzbund-strona-glowna.html

Flyer in russischer Sprache:
Angehörige
Information
Tu was

Flyer in polnischer Sprache:
Angehörige
Information
Tu was

 
Unter folgendem Link haben Sie die Möglichkeit, nach einer Kreuzbund-Gruppe in Ihrer Nähe zu suchen:

http://www.kreuzbund.de/selbsthilfe-in-meiner-naehe.html

Die Broschüre "Neue Wege weisen" gibt ebenfalls einen umfassenden Überblick über die Angebotsvielfalt des Kreuzbundes.

Der Arbeitsbereich "Junger Kreuzbund" ist unter http://www.junger-kreuzbund.de zu finden.

Kontakt:
Kreuzbund e.V. - Bundesgeschäftsstelle
Münsterstr. 25
59065 Hamm
Telefon: 02381 / 6 72 72 - 0
Telefax: 02381 / 6 72 72 - 33
E-Mail:
info@kreuzbund.de

 

Koordinationsstelle der Caritas – Selbsthilfe junger Abhängiger

Die Bundesweite Koordinationsstelle der Caritas – Selbsthilfe junger Abhängiger – ist eine zentrale Stelle zu Aufbau, Förderung, Unterstützung und Koordination von Selbsthilfegruppen junger Abhängiger.

Junge suchtkranke Menschen sind oftmals mehrfachabhängig bzw. verfügen über Erfahrungen im Gebrauch verschiedenster Suchtmittel. Für junge Abhängige ist es wichtig, dass neben der bewährten Gesprächsgruppe auch kreative, erlebnis-, handlungs- und freizeitorientierte Gestaltungselemente sowie sportliche Aktivitäten in die Selbsthilfe einbezogen werden. Junge suchtkranke Menschen können in der Freizeitgestaltung gemeinsam mit anderen erleben, dass Freizeitunternehmungen auch nüchtern und clean Spaß machen.

Die Bundesweite Koordinationsstelle der Caritas – Selbsthilfe junger Abhängiger – unterstützt und fördert die Entwicklung altersentsprechender und für junge Suchtkranke attraktive Selbsthilfeangebote. Sie bietet den meist verbandsunabhängigen Selbsthilfegruppen junger Abhängiger vielfältige Hilfestellungen bei ihrer Selbsthilfearbeit für eine suchtmittelfreie Lebensgestaltung an.

Kontakt:
Deutscher Caritasverband e.V., Bundesweite Koordinationsstelle -Selbsthilfe junger Abhängiger
Dipl.-Psych. Marianne Kleinschmidt, Suchtreferentin
Haus der Deutschen Caritas
Reinhardtstraße 13, 10117 Berlin
Telefon (0 30) 28 44 47-38
Telefax (0 30) 28 44 47-33
marianne.kleinschmidt@caritas.de

Darüber hinaus gibt es h noch weitere Selbsthilfe- und Abstinenzverbände in Deutschland, die Selbsthilfe-Angebote machen. Weitere Informationen über die einzelnen Verbände finden Sie unter den folgenden Links:

Anonyme Alkoholiker
http://www.anonyme-alkoholiker.de/

Blaues Kreuz in Deutschland
http://www.blaues-kreuz.de/

Blaues Kreuz in der Evangelischen Kirche Bundesverband e.V.
http://www.blaues-kreuz.org/

Guttempler
http://www.guttempler.de/

Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe
http://www.freundeskreise-sucht.de/